Hoffe alles bestens! Hier mein monatliches spotops-Update mit allem was mich im Dezember begeistert hat. Viel Freude beim Lesen!

Im Jahr 2011 kreiste meine Aufmerksamkeit um die Themen neue Arbeitswelt, Freizeitverhalten, Tätigkeitskultur und digitales Nomadentum, ein paar Jahre danach, im Jahr 2014 sahen sich Unternehmensorganisationen, gleich welcher Größe, weiterhin vor weitreichenden Herausforderungen.

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Update Dezember 2017 - Motto: "Auf dem Weg"

“The Human Age”

Arbeit und Freizeit scheinen sich immer mehr zu entgrenzen: “Die Erwerbsarbeit bricht aus einem bisher klar definierten Rahmen immer mehr aus. Ein Übergang vom Industriezeitalter (Stechuhr, Fließbandarbeit, Anwesenheit,…) zeichnet sich ab und wird zu einem integralen Lebensbestandteil. Ein Übergang ins “Human Age” des Dienstleistungszeitalters bahnt sich an – wieso? An Stelle der klassischen, räumlich und zeitlich abgegrenzten Erwerbsbiografien treten eine Vielzahl von Teilzeit-/ Auszeitmodellen, die jeweils versuchen, die Erwerbsarbeit mit den Erfordernissen des Lebens (wie auch immer sie sein mögen) in Einklang zu bringen. Ins Zentrum rückt die Lebensqualität, das “Menschsein” des Individuums, sowohl als Kunde als auch Mitarbeiter, und in all unseren anderen Rollen (wie auch immer sie sein mögen).

Sinnsuche in der Freizeit ?

Hier ein Review meines Beitrags aus dem Jahr 2014 - ein kurzer Rückblick:

In einer sich abzeichnenden “neuen Tätigkeitskultur” genießen die arbeitenden Menschen die neuen Freiheiten, wo “das Endergebnis zählt, mehr Verantwortungsbewusstsein und Eigenverantwortlichkeit” gefördert werden. Als Arbeitende bleiben wir aber angestellt (und auch nicht).

Das “Human Age” steht für die Suche nach Qualitätsmerkmalen, wie Freiheit, Sinn, Flexibilität und Mobilität, “Arbeiten um zu leben” – und nicht umgekehrt.

Die Entwicklung zurück zu einem ganzheitlichen Lebensstil ist nicht mehr und nicht weniger als die Überwindung der Trennung von Arbeit und Leben (und/oder Separation von der Familie etc.), die das Industriezeitalter einst einführte.

Das neue System, auf das wir uns zubewegen, hat schon vor der Dampfmaschine geherrscht. Es muss auch anerkannt werden, dass so ein Wandel zurück zum Ursprung auf Wohlstand und Fortschritt basiert, der durch das Geld der Fließband-Epoche erworben wurde.

Erwerbsarbeit, wenn sie starr organisiert ist, geht nicht auf die spezifischen Lebensbedürfnisse der Individuen ein, sondern sorgt für Zweifel. Will heißen, wenn das klassische Büro zum Auslaufmodell wird und Mitarbeiter nicht mehr an einen bestimmten Ort gebunden sind, dann stellt sich die Frage nach der Kontrollierbarkeit.

Berechtigte positive Annahme: “Wenn man sich auf einen Mitarbeiter im Büro verlassen kann, der eigenverantworlich arbeitet, dann kann der Ort seiner Tätigkeit auch keine Rolle mehr spielen, an dem er seine Arbeit verrichtet.” Die Unternehmenorganisation muss sich für die neuen Beschäftigungsmodelle verändern. Es wird spannend zu beobachten, ob sich die Qualität der Dienstleistungen verändert.

Das “digitale Nomadentum” als Projekt gesehen, steht für die Freiheit, die neue Art des Arbeitens zu leben. Es sind offene Grenzen gefragt, mit vielen Schnittstellen an den Rändern, also zwischen dem Innen und dem Außen, wo durch den Kontakt zur Realität besonders viele Innovationen entstehen.

Die Unternehmensorganisation von morgen kann eher als ein sich überlappendes Spinnennetz gesehen werden, als wie bisher eine Pyramide. Das Gebilde wird flacher, offener, kommunikativer, vernetzter. Es gibt zwar Hierarchien, aber alle haben die Möglichkeit mitzureden.

Das “digitale Nomadentum” sage bestimmt nicht jedem Menschen zu, wer sich jedoch berufen fühle und die nötige Flexibilität und Eigenverantwortlichkeit mitbringe, dem könne man diesen Zugang nur ans Herz legen. Unser neues Zuhause ist die “geschrumpfte Welt”, die Bildschirme unserer internetfähigen Gerätchen, Social Media sowie die virtuelle Wolke (‘Cloud’), in der wir unsere Daten speichern. Usw. …

Weitere Anknüpfpunkte auf dem Weg zum “Human Age”:

  • Markenbewusstsein – weg von Markenglamour hin zu Marken mit Visionen (Verantwortung, verantwortungsbewusste Zukunftsplanung, Qualität, Position zu Themen wie Umwelt, soziale Verantwortung, fairer Handel, nachhaltige Produktion etc.)
  • Freizeitverhalten / Urlaubsplanung – Begriff “Urlaub” könnte bald anders definiert werden, wenn immer mehr Leute in den Ferien/in der Freizeit ihre Mails beantworten – stattdessen: sich Befähigen, sich Weiterentwicklen (durch z.B. Angebote wie “Special-Interest-Workshops”, Sprachreisen, Bildungsreisen, Fitnesscamps etc.)
  • Und der Konsum, die Produkte ? – …Wenn die Grenzen zwischen Arbeit und Freizeit in den geistig-schöpferischen Berufen schwinden, dann wollen wir überall dort, wo wir gerade landen, konsumieren (z.B. in der Warteschlange) – Stichwort: “Stand-up Konsument“. Die radikale Gegenwelt dazu hingegen entschleunigt, ist analog, biodynamisch (zu Fuß) und post-fossil.

Inhaltszitate aus dem Zusammenhang gerissen, vermischt, neu geordnet und frei interpretiert:
Beitrag im BESTSELLER 3|4 2011 – www.bestseller.at – s.26ff, Originaltext von Harald Wolkerstorfer

Die Welt ist voller Lösungen | DOKUMENTAR-FILMTIPP

››Wir befinden uns in einer äußerst inspirierenden Phase: Wir wissen, dass wir gegen eine Wand fahren werden und es ist an der Zeit, uns zu mobilisieren.‹‹

Was, wenn es die Formel gäbe, die Welt zu retten?  Was, wenn jeder von uns dazu beitragen könnte?

Als die Schauspielerin Mélanie Laurent („Inglourious Basterds“, „Beginners“) und der französische Aktivist Cyril Dion in der Zeitschrift „Nature“ eine Studie lesen, die den wahrscheinlichen Zusammenbruch unserer Zivilisation in den nächsten 40 Jahren voraussagt, wollen sie sich mit diesem Horror-Szenario nicht abfinden.

Schnell ist ihnen jedoch klar, dass die bestehenden Ansätze nicht ausreichen, um einen breiten Teil der Bevölkerung zu inspirieren und zum Handeln zu bewegen. Also machen sich die beiden auf den Weg. Sie sprechen mit Experten und besuchen weltweit Projekte und Initiativen, die alternative ökologische, wirtschaftliche und demokratische Ideen verfolgen. Was sie finden, sind Antworten auf die dringendsten Fragen unserer Zeit. Und die Gewissheit, dass es eine andere Geschichte für unsere Zukunft geben kann.

TOMORROW (#TomorrowDerFilm) trifft den Nerv der Zeit. Mit dem César als Bester Dokumentarfilm ausgezeichnet, avancierte der Film im Jahr 2016 in Frankreich zum Publikumsliebling und inspirierte bisher mehr als 850.000 Zuschauer. Für ihren mitreißenden Dokumentarfilm reisten Mélanie Laurent und Cyril Dion in zehn Länder. Wie bei einem Puzzle wird bald klar, dass erst die Summe der Lösungsansätze das Bild einer anderen Zukunft zeichnet.

Es gibt nicht die eine Antwort...

TOMORROW beweist, dass aus einem Traum die Realität von morgen werden kann, sobald Menschen aktiv werden.

Fairtrade-Produkte, Secondhand-Shops und biologische Ernährung sind nur der Anfang von dem, was Cyril Dion und Mélanie Laurent in ihr Abenteuer treibt. Die Konzepte dahinter sind klar, aber sie scheinen nur der berühmte Tropfen auf den heißen Stein zu sein.

Was also ist es, dass uns vor dem Zusammenbruch der Ökosysteme wirklich retten kann?
Eines ist den beiden klar: Es gibt nicht die eine Antwort.

Ein globales Problem braucht das Zusammenspiel globaler Lösungen und vor allem – eine verständliche Vision davon für alle von uns. Denn Social Media-Revolutionen haben es uns vorgemacht – am Anfang steht eine Idee, die durch die Mobilisierung unserer Gesellschaft zur Realität werden kann. Und genau das haben Cyril und Mélanie vor – sie machen sich auf den Weg zu Projekten, bei denen Ideen bereits in die Realität umgesetzt worden sind

In TOMORROW zeigen uns Cyril und Mélanie, dass eines das andere bedingt. Schaffen wir es, die Landwirtschaft zu verändern, müssen sich auch die anderen entscheidenden Bereiche unseres Lebens ändern: die Energiegewinnung, das Wohnen, die Wirtschaft, die Bildung und die Demokratie.

Es ist wie ein großes Puzzle, das die beiden auf der Suche nach einer neuen Vision für unsere Zukunft Stück für Stück zusammensetzen. Wird es Ihnen gelingen, Lösungen für einen universellen Traum vom Überleben unseres Ökosystems zu finden? 

Eine Reise durch zehn Länder...


Cyril und Mélanie reisen durch zehn Länder: Frankreich und La Réunion, Dänemark, Finnland, Indien, Großbritannien, die Vereinigten Staaten, die Schweiz, Schweden und Island.

Sie treffen beeindruckende Menschen, erleben andere wirtschaftliche und soziale Systeme. Experten erklären, dass es eigentlich ganz einfach ist, die Welt für uns, unsere Kinder und nachfolgende Generationen zu retten. Wenn – ja, wenn wir ihre Lösungen verstehen und uns zusammentun.

Am ersten Punkt ihrer Reise entdecken die beiden, dass es möglich ist, ohne Düngemittel oder Pestizide und mit wenig Technik mehr Nahrung zu produzieren, als in der industriellen Landwirtschaft. Einfach, indem man die Erde von der Natur „reparieren“ lässt, anstatt sie zu zerstören. Sie werden Zeuge, wie man mit 1.000 m2 Anbaufläche mehr als 54.000 Euro im Jahr erwirtschaften kann, wie Städte wieder Landwirtschaft  betreiben und ländliche Gebiete wieder besiedelt werden können. Internationale Experten bestätigen
ihnen, dass der Westen und die Länder Afrikas, Lateinamerikas und Asiens ohne Öl versorgt und dabei sogar – dank der Agrarökologie – unzählige Jobs geschaffen werden können. Das erste Puzzlestück ist gefunden.

Doch das würde massiv gegen die Interessen der Öl- und Nahrungsmittelindustrie verstoßen. Um das zu ändern, braucht es eine neue Form der Energiegewinnung und -übertragung. Die Lösung dafür könnte bei einer kleinen Gruppe von Experten liegen, die Städte und Länder reorganisieren – nicht nur ohne Öl, sondern auch völlig ohne fossile Brennstoffe und Kern-Energie. Cyril und Mélanie zeigen, wie eine solche Energiegewinnung zukünftig aussehen könnte: Millionen von Gebäuden, die als unzählige kleine Solarkraftwerke wirken, die intelligente Nutzung aller erneuerbaren Ressourcen wie Wasser, Luft,
Holz und Abfall; Energie, die in einem Smart Grid gespeichert und neu verteilt wird, eine netzbasierte Informationsverteilung und vor allem – massive Energieeinsparungen.

Diese Revolution könnte nicht nur unsere Häuser und Städte verwandeln, sondern auch die Art, wie wir uns fortbewegen. Und an einigen Orten hat sie bereits begonnen. Die Experten, die die beiden treffen, haben bereits die Pläne in der Tasche, wie sich diese Revolution bis 2050 auf der ganzen
Welt ausbreiten könnte. Aber die Energiewende ist teuer, und Staaten und Städte haben kein Geld, sind ausgelaugt durch Schulden und Sparpolitik. Ein weiteres Stück des Puzzles ist die Wirtschaft – oder genauer gesagt, die Währung. Sie ist das Mittel, mit dem wir die notwendigen Änderungen finanzieren, in  erneuerbare Energie, Schulen oder Gebäudeisolation investieren und den Welthunger und andere Folgen der industriellen Wirtschaft beseitigen können. 

Die jetzt existierende Weltwirtschaft zerstört die Natur, erschöpft Ressourcen und verstärkt die Ungleichheiten zwischen Superreichen und einer ständig wachsenden Zahl von Armen. Cyril und Mélanie treffen auf ein Netzwerk von 35.000 amerikanischen Unternehmer-Pionieren, die eine vernetzte lokale Wirtschaft forcieren. Sie beweisen, dass die territoriale Verankerung, wirtschaftliche Unabhängigkeit
und der Aufbau von Netzwerken die Zukunft der Wirtschaft sind – gestützt von erfolgreichen Praktiken der Kreislaufwirtschaft, in denen der Abfall des einen zur Ressource des anderen wird.

Was dem Erfolg des Ganzen entgegenwirkt, ist unsere Gier. Wenn wir die Wirtschaft ändern wollen, müssen wir uns ändern und damit unsere Bildung. Mélanie und Cyril finden Schulen, in denen Kindern lernen, zusammen zu arbeiten, ihre Konflikte friedlich zu lösen und in Harmonie mit sich selbst und der Natur zu leben. Wenn territoriales, finanzielles, körperliches, sexuelles und intellektuelles Machtverhalten,
maßloser Konsum und der Mangel an Empathie tatsächlich direkt mit unserer Bildung und unseren Erfahrungen in den ersten Lebensjahren verknüpft sind, warum ändern wir die Ausgangssituation nicht einfach?

Und auch viele Regierungen funktionieren nicht mehr so, wie sie sollten. Der Einfluss von Lobbygruppen, wahltaktische Manöver und das Verharren im Status Quo führen zu einer immer größeren Politikverdrossenheit. Doch in einigen Ländern wird uns vorgemacht, wie demokratische Mechanismen
ganz anders aussehen können. Bürger können direkt an demokratischen Prozessen teilnehmen, Gesetze
vorschlagen und diese ändern. In TOMORROW haben Mélanie und Cyril ein klares Bild einer Zukunftsvision gezeichnet und bewiesen, dass wir sie umsetzen können.

Auch TOMORROW wird ein Stück des Puzzles, wenn der Film dabei hilft, uns zu mobilisieren.
Damit aus dem Traum von heute die Realität von morgen wird.

Link-Empfehlungsliste | deine schnelle Absprungstelle 

Notizen, Gedankensplitter, Motivation...

  • Trend Review aus dem Jahr 2014 - Stichwort "MAKER MOVEMENT":
  • Definition – What does Maker Movement mean?

    The maker movement is a trend in which individuals or groups of individuals create and market products that are recreated and assembled using unused, discarded or broken electronic, plastic, silicon or virtually any raw material and/or product from a computer-related device. The maker movement has led to the creation of a number of technology products and solutions by typical individuals working without supportive infrastructure. This is facilitated by the increasing amount of information available to individuals and the decreasing cost of electronic components.

    Techopedia explains Maker Movement:

    The maker movement is primarily the name given to the increasing number of people employing do-it-yourself (DIY) and do-it-with-others ( DIWO) techniques and processes to develop unique technology products. Generally, DIY and DIWO enables individuals to create sophisticated devices and gadgets, such as printers, robotics and electronic devices, using diagrammed, textual and or video demonstration. With all the resources now available over the Internet, virtually anyone can create simple devices, which in some cases are widely adopted by users. For example, MintyBoost, a popular DIY USB charger kit built using an Altoids tin, batteries and a few connectors, can easily be created using instructions online, or purchased from other makers who sell their devices.
    Most of the products created under the maker movement are open source, as anyone can access and create them using available documentation and Manuals.
    However, the maker movement also incorporates creations and inventions that never existed before and were developed by individuals in their homes, garages or a place with limited manufacturing resources. Posted by: Cory Janssen


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Michael Fally | explorer of terrains | #spotops is my personal sweetspot... I teach you to become better at exploring your personal sidehustle, instantly take control of your life and create more time freedom

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